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Butterfass1510

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Der Countdown verrät es bereits:

Am 21.10.2021 wird der Drachenlord vor Gericht stehen.

Damit die Infos zentral auflaufen und nicht im "Der Drachenlord" (DL) untergehen, werden wir hier einen Liveticker einrichten.

@Archiv Wingl @Inge und @ThomasSchweigköhler haben sich bereit erklärt, dazu hier mitzuhelfen, sowie alle Moderatoren. Vielen Dank dafür!

Der Liveticker wird rechtzeitig freigeschaltet - schaut hier rein, wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt
 

Inge

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ThomasSchweigköhler

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Neuer Artikel von Ulrike.

https://www.nordbayern.de/region/ne...steht-ab-morgen-wieder-vor-gericht-1.11375918

NÜRNBERG - Täglich pilgern Menschen nach Altschauerberg, zum Haus des YouTube-Stars Rainer Winkler. Hass-Demonstranten feinden den "Drachenlord" an - digital und live vor Ort. Der Ausnahmezustand in dem 40-Seelen-Ort könnte bald enden: Ab 21. Oktober steht Rainer Winkler (32) wieder vor Gericht - und ihm droht Gefängnis.





Muss der "Drachenlord" seine "Drachenschanze", ein baufälliges Haus im Markt Emskirchen (Kreis Neustadt a.d. Aisch-Bad Windsheim) demnächst verlassen und zeitweise in die Justizvollzugsanstalt umziehen?

Bereits im März 2021 zeichnete sich vor dem Amtsgericht Neustadt an der Aisch ab, dass der Weg des YouTube-Stars Rainer Winkler hinter Gitter führen könnte, denn tatsächlich steht er unter laufender Bewährung. Was das heißt?



Das Strafrecht kennt bei Erwachsenen (bei Jugendlichen sind auch kreative Maßnahme wie Facebook-Verbot denkbar) als Hauptstrafen lediglich die Geld- und die Freiheitsstrafe. Eine Nebenstrafe wäre etwa ein Fahrverbot, wurde die Promille-Grenze im Straßenverkehr nicht eingehalten.


Bewährung abgelehnt: Dem "Drachenlord" droht Gefängnis




Rainer Winkler wurde vom Amtsgericht Neustadt an der Aisch bereits im September 2019 wegen Beleidigung und Körperverletzung zu sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt - der Vollzug wurde zur Bewährung ausgesetzt, der "Drachenlord" blieb auf freiem Fuß.

Attacke mit Pfefferspray​

Damals hatte er, als einige seiner Anti-Fans an seinem Gartenzaun rüttelten, einem Besucher eine Ladung Pfefferspray verpasst, nach einem anderen Mann hatte er, in Richtung eines Autos, einen Stein geworfen.


Winkler ist also "auf Bewährung" auf freiem Fuß und grundsätzlich steckt hinter "Bewährung" die Idee der zweiten Chance - schließlich werden Haftstrafen von massiven Folgen begleitet. Meist droht der Verlust des Arbeitsplatzes, die soziale Ächtung durch Nachbarn, möglicherweise auch das Scheitern einer Ehe.



Das

Das "Anwesen" des "Drachenlords" in Altschauerberg.© News5
Rainer Winkler hörte also im September 2019 einen Warnschuss und musste sich als Verurteilter bewähren - und dies meint in einer Bewährungszeit von drei Jahren ein Leben ohne Straftaten zu führen. Selbst ohne Fahrkarte in einen Bus oder eine U-Bahn zu steigen, so erklären es Richter in Urteilsbegründungen immer wieder eindringlich, kann zum Widerruf einer Bewährung führen, die bereits verhängte Freiheitsstrafe muss dann abgesessen werden.


Altschauerberg: Polizei rückt täglich mehrmals aus


Doch Rainer Winkler hat sich nicht bewährt. Mittlerweile stapeln sich in der Staatsanwaltschaft Akten mit neuen Vorwürfe gegen ihn, wieder geht es um Körperverletzungen und Beleidigungen, wieder soll er ungebetene Besucher beschimpft und seine "Anti-Fans" mit der Faust geschlagen haben. Auch Beamte der örtlichen Polizei tituliert er mit den übelsten Schimpfwörtern, vor Ort, am Telefon und via Live-Stream.



Fans und Anti-Fans beim

Fans und Anti-Fans beim "Schanzenfest" in Altschauerberg.© NEWS5 / Oßwald
Den Steuerzahler kostet dieses "Drachengame" in Altschauerberg sehr viel Geld, es nervt die Anwohner, und bindet die Kräfte der örtlichen Polizei und des Ordnungsamtes. Selbst in Corona-Zeiten pilgern Anti-Fans zur "Drachenschanze", die Polizei muss mehrfach pro Woche "Hater-Demos" auflösen. Um den unseligen Belagerungszustand endlich zu beenden, erließ der Markt Emskirchen im Juni 2021 für den Ortsteil Altschauerberg eine Allgemeinverfügung. Lärmbelästigung, Feuerwerkskörper und Wurfgeschosse wurden verboten. Und wer in den vergangenen drei Jahren einen Platzverweis in Altschauerberg erhalten hatte, darf den Ort nicht mehr betreten, Geldbußen bis zu 1000 Euro drohen.


Im Dorf kehrt keine Ruhe ein, Polizei rückt täglich aus​

Die Hater bleiben nicht weg und Rainer Winkler kann nicht zu einem Umzug gezwungen werden, auch Berufsverbot kann dem YouTube-Star nicht erteilt werden.




Ein Hater erklärt: Daher kommt die Wut auf den Drachenlord


Als er im März 2021 erneut vor dem Amtsgericht in Neustadt an der Aisch saß, wurde ihm eine Art Deal angeboten: Er sollte eine zweite Bewährungsstrafe (schon dies ist eine Ausnahme) erhalten, hätte er sich freiwillig bereit erklärt, seine YouTube-Karriere an den Nagel zu hängen - und in dem Dorf wäre Ruhe eingekehrt. Sollte, hätte, wäre - schon diese konjunktivistischen Verrenkungen verdeutlichen, wie sehr sich im Frühjahr das Gericht mühte. Doch ohne Erfolg, er schlug aus, das Verfahren wurde ausgesetzt und beginnt nun aufs Neue. Aus Sicherheitsgründen verhandelt die zuständige Richterin des Amtsgerichts Neustadt an der Aisch am 21. und 28. Oktober im Strafjustizzentrum Nürnberg.

Rainer Winkler sieht sich als Opfer​

Deutlich wurde, dass Rainer Winkler, der sich ständig als Opfer von Cyber-Mobbing und seiner Anti-Fans generiert, überhaupt nicht daran denkt, sich freiwillig aus der Schusslinie zu nehmen. Die Polizei, so seine Haltung, müsse ihn eben rund um die Uhr schützen. Und so ficht es ihn auch nicht an, als er hörte, dass doppelte Bewährungen die ganz große Ausnahme darstellen. Er fühlt sich als Star, der Hass seiner Anti-Fans ist sein Rampenlicht, letztlich lebt er von deren negativer Aufmerksamkeit.

Endet das "Drachengame" nun?​

Als YouTube-Star verdient er nach eigenen Angaben etwa 2000 Euro monatlich. Das Geld stammt letztlich von jenen Leuten, die ihm im Netz folgen, eine große Community, die meisten sehen sich als hassende Anti-Fans - nur ein Paradoxon im "Drachengame". Nun naht die Neuauflage des Strafverfahrens im Herbst. Es braucht keine großen hellseherischen Fähigkeiten, um schon heute zu wissen, dass an der "Drachenschanze" ohne staatliches Zutun so schnell kein Friede herrschen wird.

Und ein Artikel des BR :

https://www.br.de/nachrichten/bayern/altschauerberg-leidet-unter-drachenlord-und-hatern,SmJJS1J

20.10.2021, 07:00 Uhr

Altschauerberg leidet unter dem Drachenlord und seinen "Hatern"​

Der als "Drachenlord" bekannter Youtuber Rainer Winkler aus Mittelfranken muss erneut vor Gericht. Der 32-Jährige soll unter anderem einen seiner "Hater" verletzt haben. Diese "Hater" suchen sein Dorf seit Jahren heim. Ein Besuch in Altschauerberg.


Altschauerberg, ein Ortsteil von Emskirchen im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Dort lebt Rainer Winkler. Besser bekannt ist er vielen als "Drachenlord", denn unter diesem Namen lädt er seit vielen Jahren Videos bei Youtube hoch. Schnell zog er damit Aufmerksamkeit auf sich – jedoch keine positive, sondern negative. Rainer Winkler hat keine Fans – er hat "Hater", also Menschen, die ihn offenbar hassen und dies im Internet kundtun. Darunter leidet Altschauerberg seit Jahren.

Altschauerberg: Leben im Schatten des "Drachenlords"​

"Es vergeht kaum eine Nacht, in der wir nicht vor Schreck aus dem Bett rumpeln, weil Böller explodieren oder ein fürchterliches Geschrei auf der Straße vor Rainer Winklers Haus herrscht", erzählt ein Nachbar. Das Leben in Altschauerberg sei nicht mehr mit früher zu vergleichen. Permanent werde das 40-Seelen-Dorf heimgesucht von "Hatern", klagt ein anderer Anwohner.
"Sie reißen Zäune ein, klettern illegal in unsere Gärten, verbreiten Angst und Schrecken", so der Anwohner weiter. Mehrere Nachbarn seien von den "Drachenlord"-Gegnern schon bedroht worden, sowohl körperlich als auch verbal. Im Telefonbuch stehe schon länger niemand mehr, der Telefonterror sei nicht mehr auszuhalten gewesen. Das alles erzählen die Altschauerberger nur, wenn die Kamera aus ist. Für ein Interview steht niemand bereit. Zu groß ist die Sorge vor den Folgen.

Anhänger verspotten den "Drachenlord"​

Rainer Winkler ist Zielscheibe von Hass und Verachtung. Seine "Hater" spotten über seine Figur, sein Aussehen, seinen fränkischen Dialekt. Sie machen Witze über seine Metal-Band-Shirts, seine Kopfbänder, eigentlich wird alles kommentiert, was "Rainerle", wie sie ihn nennen, tut.
Und Rainer Winkler selbst? Der hält in gleicher Art und Weise dagegen. Kaum einen Angriff lässt er unkommentiert – die beiden Lager schaukeln sich gegenseitig hoch. Der "Drachenlord" selbst sieht sich als Mobbing-Opfer. Zugleich aber hat man als Beobachter das Gefühl, dass er nach Aufmerksamkeit lechzt.

Der Weg aus dem Internet in die analoge Welt​

Seit etwa zehn Jahren stellt der 32-jährige Rainer Winkler Videos auf verschiedene Internetplattformen. Teilweise verbreitet er sexistische und frauenfeindliche Inhalte Der Moment, als er 2014 voll Zorn seine private Adresse nennt, stellt jedoch eine Zäsur dar.
Denn das ist der Moment, an dem das "Drachenspiel" seinen Weg aus dem Internet in die analoge Welt findet. Plötzlich strömen immer mehr Jugendliche und junge Erwachsene nach Altschauerberg, um den "Drachenlord" persönlich aufzusuchen, um seine "Drachenschanze", wie sie sein Wohnhaus nennen, zu besichtigen.

Höhepunkt: Das "Schanzenfest" in Altschauerberg​

Das "Schanzenfest" ist der bisherige Höhepunkt des Internet-Phänomens Drachenlord. Rund 800 Anhänger der "Hater"-Szene kommen im August 2018 nach Altschauerberg und sorgen bundesweit für Aufsehen. Denn Winklers Gegner reisten aus ganz Deutschland, sogar aus dem nahen europäischen Ausland an, erinnert sich ein Sprecher der Polizei Mittelfranken.
Die örtliche Polizei, die Bereitschaftspolizei sowie Diensthundeführer waren vor Ort, um die Situation zu entschärfen. Zuvor hatte das Landratsamt in Neustadt ein Versammlungsverbot ausgesprochen – jedoch vergeblich. Die Polizei verhängte an diesem Tag rund 300 Platzverweise.

Täglich Einsätze beim "Drachenlord"​

Eigentlich geht es in der Polizeiinspektion in Neustadt jeden Tag um den "Drachenlord", heißt es von der Polizei Mittelfranken. An manchen Tagen gebe es bis zu 15 Polizeieinsätze. Auch Anzeigen werden gestellt. Die Anwohner melden sich wegen Ruhestörung, den Hinterlassenschaften der "Hater" in Form von zersplitterten Bierflaschen, leeren Chipstüten oder faulen Eiern sowie Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung – wenn ihre Zäune herausgerissen oder ihre Wände beschmiert werden.
Auch Rainer Winkler selbst ruft häufig an, um seine Gegner zu melden, sobald sie sich vor seinem mit Stacheldraht und Bauzäunen verbarrikadierten Grundstück versammeln. Die Polizei fährt häufig Streife durch den Ort. Außerdem gibt es eine Allgemeinverfügung des Marktes Emskirchen, dass sich in Altschauerberg nicht mehr als acht Personen gemeinsam aufhalten dürfen. Verstöße werden mit bis zu 1.000 Euro geahndet.

Sieben Anklagen gegen den Drachenlord​

Am Donnerstag muss sich Rainer Winkler erneut vor dem Amtsgericht Neustadt verantworten. Dem 32-Jährigen werden mehrere Delikte zur Last gelegt, darunter auch gefährliche Körperverletzung, erläutert Nürnbergs Justizsprecher Friedrich Weitner.
Im Jahr 2019 soll Winkler einen Mann mit einer Taschenlampe auf die Stirn geschlagen und verletzt haben. Bei einer anderen Auseinandersetzung soll der 32-Jährige einen Pflasterstein geworfen haben, wodurch das Opfer am Unterarm verletzt wurde. Darüber hinaus werden ihm Verleumdung und Beleidigungen vorgeworfen, auch von Polizeibeamten. Seit Wochen schon riefen die "Hater" wegen des Prozesses bei ihm an, berichtet Justizsprecher Weitner. Sie wollen als Zuschauer dabei sein. Allerdings bietet der Gerichtssaal ihnen kaum Platz.

Nicht der erste Gerichtstermin für den "Drachenlord"​

Vor Gericht stand Winkler schon einmal. Im September 2019 wurde er wegen gefährlicher Körperverletzung zu sieben Monaten Freiheitsstrafe mit Bewährung verurteilt. Damals hatte er einen seiner "Hater" am Gartenzaun mit Pfefferspray besprüht. Winkler blieb auf freiem Fuß und bekam einen Bewährungshelfer an die Seite gestellt. Obwohl ihm die Richterin davon abriet, setzte er seine "YouTube-Karriere" fort.

Scherben, Müll und Farbflecken: Winkler-Hof verkommt​

Wie Rainer Winkler selbst über den Prozess und seinen zweifelhaften Ruhm denkt, ist unklar. Auch dazu, wie es ihm geht, allein auf einem Bauernhof zu leben, äußert er sich nicht. Anfragen des Bayerischen Rundfunks ignorierte er bislang. Der ehemals gepflegte Hof seines Vaters bietet ein erschreckendes Bild: eingeworfene Scheiben, Farbflecken auf der Fassade, zerrissene Vorhänge und jede Menge Müll.
Ganz anders sei das gewesen, als sein Vater noch lebte, erinnern sich Nachbarn. Er sei ein fleißiger, ordentlicher und netter Mann gewesen, erzählen sie. Zu seiner Mutter und seiner Schwester hat Winkler nach Aussagen seiner Nachbarn keinen Kontakt. Beide leben nicht mehr in Altschauerberg.
 
Grund: Zitate ergänzt
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